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Stichwort:
Wissensorganisation (Teilgebiet: Grundlegende Definitionen)
Sachgebiet, das sich mit
der Ordnung von
a)
Wissenseinheiten (Begriffen) und
b) Objekten
aller Art (Mineralien, Pflanzen, Tiere, Dokumente, Bilder, Museumsobjekte, etc.)
befasst, die auf
entsprechende Begriffe oder Begriffsklassen bezogen werden, um
das Wissen ueber die Welt des Gewussten
geordnet festhalten und zur Nutzung
weitergeben zu koennen
Wissensorganisation umfasst die folgenden neun Teilgebiete:
1. die
epistemologischen, mathematischen, systemtheoretischen,
kognitionswissenschaftlichen und wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen der
Ordnung von Begriffen wie auch ihr geschichtlicher Hintergrund,
2. die
Kenntnisse der Elemente und Strukturen von Begriffssystemen,
3. die
Methodik der intellektuellen Erstellung, Pflege (-> Wartung) und Revision dieser
Systeme und ihrer Computerisierung einschliesslich der Fragen der
paradigmatischen und syntagmatischen Relationierung ihrer Elemente und Einheiten
sowie die Kompatibilisierung und Evaluierung dieser Systeme,
4. die
Methodik der intellektuellen und maschinellen Anwendung dieser Systeme durch
Klassierung und Indexierung,
5. die
Kenntnis der existierenden universalen und
6. der
speziellen Taxonomien und Klassifikations-Systeme wie auch der
Dokamentationssprachen (Thesauri),
7. die
Fragen, die sich von Seiten der einflussnehmenden Gebiete, Linguistik (~
Linguistik mathematische) und Terminologie, ergeben, einschliesslich der
Probleme des Retrieval, besonders auch in Online-Zugriff,
8. die
Anwendungen der inhaltlichen Erschliessung aller Arten von Dokumenten und in
allen Sachgebieten,
9. das
gesamte Umfeld der Organisation von Wissen am Arbeitsplatz, in einzelnen
Zentren, Gesellschaften, Laendern und im internationalen Bereich, wie auch die
Fragen der Ausbildung, der Oekonomie, der Benutzer, etc.
(aus: Lexikon :Informatik
und Datenverarbeitung H.-J. Schneider (Hrsg.), Version 4.0, Oldenbourg Verlag
1998)
(Autor: I.
Dahlberg)
Definitionen aus
dem Begriffsfeld „Wissensorganisation“
vorgelegt von Dr.
Ingetraut Dahlberg, Bad König, 12.9.2006
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Wissensorganisation ist
die Wissenschaft von der Strukturierung und systematischen
Anordnung von Wissenseinheiten (Begriffen) nach
den ihnen inhärenten Wissens-elementen (Merkmalen)
und der Anwendung der so geordneten Begriffe und Klassen von
Begriffen zur Beschreibung von wissenswerten Inhalten von Gegenständen jeglicher Art. |
Knowledge
Organization
is the science of structuring and systematically arranging of
knowledge units (concepts) according to their
inherent knowledge elements (characteristics) and
the application of concepts and classes of concepts ordered by
this way for the assignment of the worth knowing contents of
referents (objects/subjects) of all kinds.
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Wissenseinheit (Begriff) ist die Synthese von notwendigen Merkmalen, die von
einem Bezugsgegenstand ausgesagt werden können, repräsentiert
durch Bezeichnungen (Benennungen, Namen oder Codes) |
Knowledge unit
(concept) is the synthesis of necessary characteristics which
can be stated about any referent, represented by significations
(terms, names or codes)
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Wissenselement (Merkmal
von Begriffen) ist ein Bestandteil einer Wissenseinheit
(Begriff). Merkmale werden im Rahmen der Begriffsanalyse durch
Aussagen über Bezugsgegenstände gewonnen. Merkmale sind für sich
gesehen (also unabhängig von einem jeweiligen Bezugsbegriff)
ebenfalls Begriffe und können auch als solche systematisch nach
formalen Kategorien geordnet werden. Es gibt
allgemeine, spezielle und individualisierende Merkmale und ihre
Untergliederungen.
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Knowledge element
(characteristic) is a component of a knowledge unit (concept).
It can be established in the frame of concep-tual analysis by
making statements about referents. Characteristics are - seen by
themselves, i.e. indepentent of their relevant related concept -
also concepts and can – as such – be systematically ordered
according to formal categories. There are general,
special and individualizing characteristics and their
subdivisons.
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Kategorien sind
hierarchisch höchste Einzelbegriffe, also Begriffe, die durch
eine Letztaussage über einen Bezugsgegenstand gewonnen werden
(wie z.B. „ist ein Objekt“, „ist ein Prozeß“, „ist eine
Eigen-schaft“, „ist eine Dimension“). Man unterscheidet
Formkategorien (wie die genannten). Beziehen sie sich auf
Objekte der Wirklichkeit, wie z.B. Formen, Welten, Biologische
Wesen, Menschen, Gesellschaften, Produkte, so werden sie zu
Sachkategorien.
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Categories
are
hierarchically highest single knowledge units, i.e. concepts
which can be gained by the last statement about a referent (e.g.
„is an object“, „is a process“, is a property“, „is a
dimension“). They can be distinguished as
form-categories (like those listed above). If such a last
statement is made regarding objects of reality, as e.g.
forms, worlds, biological entities, human beings,
societies, products, they become
subject categories.
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Begriffsbeziehungen
entstehen durch das Vorhandensein von gleichen, ähnlichen oder
funktional voneinander abhängigen Merkmalen als Bestandteile von
Begriffen. Auf ihnen beruht die Möglichkeit der Bildung von
Begriffssystemen.
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Concept relationships
arise from the existence of equal, similar or functionally
dependent characteristics as components of concepts. The
formation of concept systems is based on such concept
relationships
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